Häufige Fragen und Sicherheit
Kurze Antworten auf häufige Fragen zu KAI-Pay. Ausführlich erklären wir die Risiken in den Risikohinweisen und den Umgang mit Ihren Daten in der Datenschutzerklärung.
Selbstverwahrung und Sicherung
Verwahrt KAI-Pay meine BTC?
Nein. Die Schlüssel Ihrer Wallet werden auf Ihrem Gerät erzeugt oder dort importiert. Wir halten keine Kopie, die uns eine Verfügung über Ihre BTC erlaubt, und führen kein auszahlbares Kundenguthaben.
Maßgeblich sind die tatsächlichen Schlüssel- und Verfügungsrechte. KAI-Pay nutzt Spark über das Breez SDK. Spark braucht für Zahlungen die Mitwirkung der Spark-Betreiber. Spark sieht außerdem einen einseitigen Ausstieg vor, der ohne die Spark-Betreiber auskommt; was er voraussetzt, steht unter „Was passiert bei Dienstende?“.
Ist KAI-Pay dadurch erlaubnisfrei?
Nicht automatisch. Jede zusätzliche Dienstleistung wird gesondert geprüft.
Können Sie meine 12 Wörter wiederherstellen?
Nein. Wir haben keine Kopie Ihrer 12 Wörter und fragen niemals danach. Teilen Sie sie mit niemandem – weder mit uns noch mit Dritten.
Reichen meine 12 Wörter als Backup?
Um Ihre Wallet in KAI-Pay wiederherzustellen: ja, sofern die Spark-Betreiber mitwirken. KAI-Pay leitet die Wallet allein aus den 12 Wörtern ab und nutzt für Sie keine eigenen Lightning-Kanäle, deren Daten zusätzlich gesichert werden müssten. Auch eine Passkey-Wallet zeigt Ihnen die 12 Wörter an; sie funktionieren ohne den Passkey.
PIN und Fingerabdruck-Entsperrung richten Sie auf dem neuen Gerät neu ein. Für den einseitigen Ausstieg ohne die Spark-Betreiber reichen die 12 Wörter allein nicht (siehe „Was passiert bei Dienstende?“). Testen Sie die Wiederherstellung, bevor Sie Guthaben auf die Wallet übertragen.
Zahlungen und Kosten
Kann ich eine Zahlung stornieren?
Nach Abschluss ist das technisch in der Regel nicht möglich; auch wir können abgeschlossene Zahlungen nicht zurückbuchen. Rechtliche Ansprüche gegen den Empfänger oder einen Anbieter können bestehen.
Status unklar – soll ich erneut zahlen?
Prüfen Sie zuerst den vorhandenen Vorgang, um Doppelzahlungen zu vermeiden. Ist der Ausgang einer Zahlung unklar, zeigt die App „Ergebnis noch unklar – wird geprüft“. Den Stand der Zahlung zeigt der Verlauf: „Abgeschlossen“, „Ausstehend“ oder „Fehlgeschlagen“. Steht eine frühere Zahlung noch aus, weist die App Sie vor dem nächsten Senden darauf hin.
Was kostet die Nutzung?
Für die Wallet selbst berechnet KAI-Pay derzeit kein Entgelt. Für Zahlungen können Gebühren Dritter anfallen, etwa für das Bitcoin-Netzwerk, die Lightning-Weiterleitung oder Spark.
Beim Senden zeigt die App vor Ihrer Bestätigung Betrag, Gebühr und Gesamtbelastung an. Fällt beim Empfang über eine Lightning-Rechnung eine Gebühr an, zeigt die App sie zusammen mit der Rechnung an. Beim Empfang auf eine Bitcoin-Adresse kann eine Gebühr für die Gutschrift anfallen; die App zeigt sie vorab nicht an. Ein angezeigter Gegenwert in EUR oder USD ist ein Näherungswert und keine Garantie des späteren BTC-Werts.
Gerät, Dienstende und Nachlass
App gelöscht – sind meine BTC weg?
Das hängt davon ab, ob Sie Ihre 12 Wörter gesichert haben. Die App legt Ihre Wallet-Daten im Speicher Ihres Browsers auf diesem Gerät ab; Ihre 12 Wörter liegen dort nur verschlüsselt. Werden diese Daten gelöscht – etwa über die Browsereinstellungen oder mit „Wallet von diesem Gerät entfernen“ –, lässt sich die Wallet nur noch mit Ihren 12 Wörtern wiederherstellen, bei einer Passkey-Wallet auch mit dem Passkey. Das Löschen der App ist kein Backup.
Was tun bei Geräteverlust?
Stellen Sie die Wallet auf einem sauberen Gerät mit Ihren 12 Wörtern wieder her („Wallet wiederherstellen“). Könnten Ihre Schlüssel offengelegt sein, bringen Sie das verbleibende Guthaben gesichert auf eine neue Wallet mit neuen 12 Wörtern.
Das gilt auch, wenn die Wallet auf dem verlorenen Gerät mit einer PIN geschützt war: Die Wörter liegen dort zwar verschlüsselt, eine 6-stellige PIN lässt sich mit Zugriff auf die Gerätedaten aber durchprobieren. Senden Sie Ihre 12 Wörter niemals an uns oder an Dritte.
Was passiert bei Dienstende?
Ihre Schlüssel liegen nicht bei uns. KAI-Pay leitet Ihre Wallet allein aus Ihren 12 Wörtern ab, mit dem quelloffenen Breez SDK Spark; Server von KAI-Pay sind daran nicht beteiligt. Mit den 12 Wörtern lässt sich die Wallet deshalb grundsätzlich auch mit anderer Software auf Grundlage dieses SDK wiederherstellen, solange die Spark-Betreiber mitwirken. Ein Passkey ist dagegen an app.kai-pay.net gebunden. Ist diese Seite nicht mehr erreichbar, helfen auch bei einer Passkey-Wallet nur Ihre 12 Wörter.
Spark sieht außerdem einen einseitigen Ausstieg vor: Guthaben kann ohne Mitwirkung der Spark-Betreiber auf die Bitcoin-Blockchain zurückgeholt werden. Dafür sind auf dem Gerät gespeicherte Ausstiegsdaten nötig – die 12 Wörter allein genügen nicht – sowie eigene Bitcoin auf der Blockchain, um die Netzwerkgebühren zu bezahlen. Wegen Zeitsperren im Bitcoin-Netzwerk kann der Ausstieg mehrere Tage dauern. Er gelingt nicht in jedem Fall; bei kleinen Guthaben können die Gebühren höher sein als das Guthaben selbst. Die KAI-Pay-App bietet ihn derzeit nicht als eigene Funktion an.
Abhängigkeiten vom Bitcoin-Netzwerk und von Anbietern wie den Spark-Betreibern können fortbestehen.
Was gilt bei Tod oder Handlungsunfähigkeit?
KAI-Pay kann keinen fehlenden Schlüssel ersetzen. Sehen Sie eine sichere Nachlass- oder Vertretungsregelung vor, außerhalb ungeschützter Kommunikationswege.
Privatsphäre und Steuern
Bin ich anonym?
Nein, eine Anonymitätsgarantie gibt es nicht. Netzwerk- und Transaktionsdaten können verknüpft werden. Welche Daten an wen gehen, erklärt die Datenschutzerklärung.
Sind meine Steuerpflichten damit erledigt?
Nein. Der Export des Verlaufs als CSV-Datei und gesetzliche Meldungen von Anbietern ersetzen Ihre eigenen Pflichten nicht. Der CSV-Export umfasst derzeit höchstens 100 Zahlungen und damit nicht unbedingt Ihren vollständigen Verlauf.
Sicherheitslücke melden
Melden Sie Schwachstellen an kontakt@kai-pay.net. Für vertrauliche Details wird ein sicherer Übermittlungsweg noch bereitgestellt; senden Sie bis dahin keine vertraulichen Details.
Greifen Sie nicht auf fremde Wallets zu und bewegen Sie keine fremden Mittel. Wir prüfen nachvollziehbare Meldungen und koordinieren die Behebung. Eine gesetzliche Immunität, pauschale Straffreiheit oder automatische Vergütung wird nicht zugesagt.