Anwendungen erklärt
Was du mit KAI-Pay machen kannst – jeweils mit deinen Vorteilen zuerst, danach wie es funktioniert und welchen Ansatz wir dabei verfolgen. Bezahlt wird immer in Bitcoin über Lightning; deine Schlüssel bleiben bei dir.
An der Kasse kassieren
VerfügbarDie KAI-Pay-Kasse nimmt Bitcoin-Zahlungen über Lightning an – an der Theke, am Marktstand oder auf Events, auf einem eigenen Kassengerät oder direkt auf deinem Handy.
Deine Vorteile
- Das Geld landet in Sekunden in deiner eigenen, selbstverwahrten Wallet – niemand verwahrt es zwischendurch.
- Kein Kartenterminal, kein Vertrag, keine Anmeldung: Ein Browser auf Tablet, Handy oder Laptop genügt.
- Sicher fürs Team: Kassengeräte können nur kassieren, nie Geld senden – ideal für Mitarbeitergeräte.
- Kunden zahlen mit jeder Lightning-Wallet, weltweit.
- Kassieren in sat oder in EUR, USD, GBP, CHF, CAD, AUD und JPY – der Kurs wird für jede Rechnung festgehalten.
- Artikel antippen, Beleg als PDF, Tages- und Monatsabschluss mit CSV-Export und Erstattung direkt in der Wallet.
So funktioniert es
- In der Wallet unter „Kasse & Abschluss“ die Kasse einrichten – auf demselben Gerät öffnen oder per QR-Code auf ein Kassengerät bringen.
- Betrag eintippen oder Artikel antippen und „Kassieren“ wählen. Die Kasse zeigt eine Lightning-Rechnung als QR-Code.
- Die Kundschaft scannt und zahlt. Die Kasse zeigt „Bezahlt“ und einen nummerierten Zahlungsbeleg.
Unser Ansatz
Die Kasse ist bewusst eine eigene Seite ohne Schlüssel: Sie kann Rechnungen erstellen, aber kein Geld bewegen. Kurse nimmt sie nur frisch (höchstens 5 Minuten abgerufen) von mempool.space. Zu jeder Zahlung schickt sie eine verschlüsselte Notiz mit Kasse, Belegnummer, Betrag und Positionen, die nur deine Wallet lesen kann – daraus berechnet die Wallet deinen Abschluss.
Gut zu wissen: Die Kasse ist ein Zahlungsterminal, keine Registrierkasse; der Beleg ist ein Zahlungsnachweis, kein Kassenbon. KAI-Pay ist eine öffentliche Beta.
L402-Dienste bezahlen
In der WalletL402 ist ein offener Standard, mit dem Webseiten, Programmierschnittstellen (APIs) und andere Online-Dienste kleine Beträge direkt per Lightning verlangen können – statt Benutzerkonto, Abo oder Kreditkarte. Der Name verweist auf den HTTP-Statuscode 402 „Payment Required“ (Zahlung erforderlich); entwickelt wurde L402 von Lightning Labs (früherer Name: LSAT).
Deine Vorteile
- Kein Konto, kein Abo, keine Kartendaten: bezahlen und sofort nutzen.
- Nur zahlen, was du wirklich nutzt – schon ab wenigen sat pro Abruf, auch Beträge unter einem Cent.
- In Sekunden bezahlt, weltweit und rund um die Uhr – ohne Bank dazwischen.
- Mehr Privatsphäre: Über die Zahlung erfährt der Dienst weder deinen Namen noch Kartendaten.
- Auch Programme und KI-Agenten können so bezahlen – ein Programm hat kein Bankkonto, eine Lightning-Rechnung kann es trotzdem begleichen.
Wofür du es nutzen kannst
- Pro Abruf bezahlen statt Abo: zum Beispiel Daten, Kurse, Karten- oder Wetterdaten, KI-Antworten oder Rechenleistung.
- Inhalte und Werkzeuge freischalten, ohne ein Benutzerkonto anzulegen.
- Automatisierte Abläufe: Programme und KI-Agenten bezahlen Dienste pro Aufruf, ohne dass für jeden Anbieter ein Konto mit Zugangsdaten angelegt werden muss.
So funktioniert es
- Du – oder dein Programm – fragst beim Dienst etwas an. Statt der Antwort kommt eine L402-Aufforderung: ein Zugangsschlüssel („Macaroon“) und eine passende Lightning-Rechnung.
- Du fügst die Aufforderung in der Wallet unter „Senden“ ein und bezahlst. Als Quittung erhält die Wallet einen geheimen Wert („Preimage“), den nur bekommt, wer bezahlt hat.
- Zugangsschlüssel und Quittung zusammen sind der Zugangsnachweis. Dein Programm schickt ihn als Authorization-Header mit; der Dienst prüft ihn und gibt die Antwort frei.
Unser Ansatz
L402 ist in KAI-Pay eine reine Wallet-Funktion: Die Wallet ruft den Dienst nicht selbst auf und meldet nichts an KAI-Pay. Sie bezahlt nur, wenn die Rechnung nachweislich zum Zugangsschlüssel gehört, höchstens 1.000 sat je Zahlung (Beta), und einen schon bezahlten Zugang nicht noch einmal, solange die Zahlung auf deinem Gerät im Verlauf steht. Unbekannte Dienste zeigt sie mit Warnung an. Den Zugangsnachweis speichert sie nur auf deinem Gerät. Für KI-Agenten gilt: Kontrolle statt Autopilot – siehe „KI-Budget verwalten“.
Gut zu wissen: Die Wallet bezahlt nur die Rechnung; ob und wie lange ein Dienst freischaltet, entscheidet der Dienst. Sie schützt vor einer ausgetauschten Rechnung, nicht vor einer insgesamt gefälschten Aufforderung – prüfe also, von wem sie stammt. Das richtet sich heute vor allem an Entwickler und technisch Interessierte.
Dienst anbinden
Teilweise geplantZahlungen für deinen Shop, dein Projekt oder deine Webseite annehmen – über einen Link, ohne eigenen Server und ohne eigenen Lightning-Knoten.
Deine Vorteile
- Kein Vertrag mit einem Zahlungsanbieter und keine Einrichtungskosten: Ein Link genügt.
- Das Geld geht direkt in deine selbstverwahrte Wallet.
- Zahlungen über Lightning sind endgültig – keine Rückbuchungen (Chargebacks) wie bei Karten.
- Kundschaft aus aller Welt zahlt in Sekunden, mit jeder Lightning-Wallet.
So funktioniert es
- Heute verfügbar: Mit deiner Lightning-Adresse bekommst du eine Zahlungsseite kai-pay.net/@deinname. Wer sie öffnet, scannt den QR-Code oder gibt einen Betrag ein und erhält eine passende Rechnung; die Seite prüft den Zahlungseingang.
- Heute verfügbar: Benachrichtigungen auf deinem Gerät bei jedem Zahlungseingang – im Browser und in der App.
- Geplant: Benachrichtigungen an deinen Shop oder dein System mit signierter Meldung bei jedem Eingang, damit Bestellungen automatisch als bezahlt gelten können.
Unser Ansatz
Wir bauen das schrittweise und datensparsam: Die Zahlungsseite hält nichts – sie fragt nur den Zahlungsserver deiner Lightning-Adresse nach einer Rechnung und prüft deren Status. Signierte Meldungen kommen erst, wenn sie sicher gegen Fälschung und doppelte Zustellung sind.
Gut zu wissen: Signierte Meldungen an Shops sind noch nicht verfügbar. KAI-Pay ist eine öffentliche Beta.
KI-Budget verwalten
BetaKI-Agenten – zum Beispiel ein persönlicher Assistent – können dir Zahlungen vorschlagen. Du legst die Regeln fest und entscheidest jede Zahlung selbst.
Deine Vorteile
- Wiederkehrende Zahlungen vorbereiten lassen, ohne dass etwas ohne dich passiert: Ein Vorschlag bezahlt nie von selbst.
- Feste Grenzen: nur an Empfänger, die du erlaubt hast, und innerhalb eines Tages- und Monatsbudgets (inklusive Gebühren).
- Fälschungssicher: Jeder Vorschlag ist signiert; die Wallet prüft Quelle, Empfänger, Budget und Gültigkeit und nimmt jeden Vorschlag nur einmal an.
- Volle Übersicht: Die Wallet zeigt, wie viel vom Tages- und Monatsbudget verbraucht ist.
So funktioniert es
- Quelle einrichten: ihren QR-Code in der Wallet unter „Senden“ scannen oder ihren Link öffnen und den Fingerabdruck vergleichen.
- Erlaubte Empfänger (Lightning-Adressen, Domains, Bitcoin-Adressen) sowie Tages- und Monatsbudget festlegen.
- Einen Vorschlag öffnen: Die Wallet prüft ihn, zeigt Empfänger, Betrag, Gebühr und Restbudget – bezahlt wird erst, wenn du bestätigst.
Unser Ansatz
Kontrolle statt Autopilot: Ein Agent bekommt nie Zugriff auf deine Schlüssel und kann nur vorschlagen. Lightning-Rechnungen nimmt die Wallet für Vorschläge bewusst nicht an, weil sie deren Empfänger nicht prüfen kann. So nutzt du die Vorteile von KI, ohne die Hoheit über dein Geld abzugeben.
Gut zu wissen: Die Funktion ist in der Beta. Den Zweck eines Vorschlags nennt die Quelle; die Wallet prüft ihn nicht.